Verlernen lernen - in den Feldern der Ideologieproduktion von Universität, Kirche und Gesellschaft

Okt - 29 Christian Staffa © Evangelische Akademie zu Berlin

Dr. Christian Staffa © Evangelische Akademie zu Berlin

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19.00 - 22.00 Uhr
Vortrag und Debatte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vom Versuch, nicht weiß zu denken“

Flyer zur Veranstaltungsreihe  (pdf)
Exerzierhalle - Oldenburgisches Staatstheater, Oldenburg (am Pferdemarkt)
Oder über Livestream

Aktuelle Rassismus- und Antisemitismusdiskurse stellen uns als weiße Europäer:innen einmal mehr vor die Herausforderung, welche Gültigkeit Menschenrechte und Aufklärungsideale haben, zumal diese auch noch von „rechts außen“ in Frage gestellt wird. Was bleibt von der „europäischen Aufklärung“, die tatsächlich vom weißen, bürgerlichen Subjekt auf dasselbe ausgerichtet war? Vielleicht müssen wir uns selber als die „unzivilisierten“ Subjekte kennenlernen, um mit den „Anderen“, ehemals Kolonisierten ein neues Verständnis von Demokratie, Recht und Freiheit zu erarbeiten?

Im Gespräch mit der postkolonialen Theoretikerin María do Mar Castro Varela und dem Antisemitismusforscher Christian Staffa reflektieren wir die Verflechtung von Kolonialismus, Rassismus und Menschenrechtssetzung - Ein Lernort, an dem wir zunächst etwas verlernen müssen, um die Aufklärungsideale neu zu verstehen und global denken zu können, denn diese bleiben unverzichtbar.

Die Veranstaltung steht auch in Zusammenhang mit DISKURSGEWITTER, einer Kooperation mit der Sparte 7 des Oldenburgischen Staatstheaters.

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela, Politikwissenschaftlerin, Alice-Salomon-Hochschule Berlin

Okt - 29 María do Mar Castro Varela, Urheber Rosa-Luxembueg-Stiftung  
Prof. Dr. Castro Varela, Urheber: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 nicht portiert

Im Gespräch mit:
Dr. Christian Staffa, Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche, Ev. Akademie zu Berlin, Antisemitismusbeauftragter der EKD

Persönliche Teilnahme vor Ort:
Nach verbindlicher Anmeldungen - per E-Mail oder telefonisch - können wir einer begrenzten Personenzahl die Teilnahme vor Ort ermöglichen.
Anmeldeschluss: Donnerstag, 15. Oktober 2020.
Kosten: 10,- / ermäßigt 5,-

Virtuelle Teilnahme:
Weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, mittels Livestream dabei zu sein:
Kostenfreier Livestream via "Bühne 1" auf https://staatstheater.de

Kooperation der Veranstaltungsreihe:

  • Cine k
  • CMC Center for Migration, Education and Cultural Studies, Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg
  • Staatstheater Oldenburg

Unterstützt durch das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg