Demokratien in der Konsensfalle? Zum Ideal zivilisierter Gegnerschaft

Die Veranstaltung fällt wegen der Corona-Maßnahmen leider aus. Wir werden sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen!

Vortrag und Debatte im Rahmen von DISKURSGEWITTER
Kulturhalle am Pferdemarkt 8a, Oldenburg

Streit wie ein reinigendes Gewitter begrüßen, dafür steht Diskursgewitter dieses Mal. Doch was bedeutet es, das Streiten und nicht den Konsens als Kern demokratischer Politik ernstzunehmen?

Marie-Luisa Frick konstatiert, dass eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, zutiefst gefährdet ist. Flankierend beobachtet der Germanist und Islamwissenschaftler Thomas Bauer Schubladendenken und unseren Unwillen, Vielfalt in all ihren Erscheinungsformen zu ertragen.

Fortwährend auf der Suche nach Eindeutigkeit haben wir verlernt, Dissens auszuhalten, eigene Widersprüche zu bearbeiten und im zivilisierten Streit die Gegner herauszufordern anstatt das Gegenüber zum Feind zu erklären. Wie lernen wir Vielfalt zu ertragen, Widersprüche und freundschaftlichen Dissens auszuhalten?

Referenten:

Juni - 25 Marie-Luisa Frick © Andreas Friedle  © Andreas Friedle
Assoz.-Prof. Dr. Marie-Luisa Frick, Philosophin, Universität Innsbruck
Autorin des Buches „Zivilisiert streiten. Zur Ethik der politischen Gegnerschaft“, Reclam 2017

Juni - 25 Thomas Bauer © Julia Holtkötter  © Julia Holtkötter

Prof. Dr. Thomas Bauer, Institut für Arabistik und Islamwissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Autor des Buches „Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“, Reclam 2018

Kosten: 7,- / Studierende frei

Kooperation: Sparte 7 des Oldenburgischen Staatstheaters